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Beefsteak ist in der Pfanne gebratenes oder gegrilltes Rindestück; sein Name kommt aus dem Angelsächsischen und erschien erst zu ende des XIX Jhdts. Im französischen kulinarischen Sprachgebrauch.

Das Beefsteak stellt den Triumph der schnellen Küche, ganz im Sinne unserer Zeit, oder zumindest der Zeit, die unsere mechanisierte Gesellschaft mit sich gebracht hat, unter dem Einfluss des Taylorismus des Typs „Time is money“, dar. Dabei fehlte es Frankreich nicht an gutem Rind und Grimond de la Reynière schrieb zu Beginn des XIX. Jhdts.: „Man sieht diese riesigen Rinder aus der Auvergne und dem Cotentin in Paris ankommen, beladen mit herrlichem Fett, deren Flanken die göttlichen Seitenstücke, die Basis eines guten Essens erraten lassen. Diese hervorragenden Seitenstücke, englisch gekocht, das heißt blutig unbegleitet von einer scharfen Soße, in denen Sardellen aus Maille und Kapern ihren Platz finden, sind Braten für eine große und hungrige Tafelgesellschaft“ (Ecrits gastronomiques).

Die Qualität der Rinder dieser Zeit war der von Kasenga ebenbürtig, da Grimond schrieb: „In Paris sind sie unvergleichlich; sie gleichen diesen jungen, dummen Leuten, deren Geist sich erst durch Reisen weiterentwickelt, diese herrlichen Tiere müssen in der Hauptstadt ankommen, um ihre wahre würde zu erreichen. Auf dieser langen Reise schmilzt ihr Fett, geht in das Fleisch und gibt ihm einen so herrlichen Geschmack, den es in ihrer Heimat nie erreicht hätte“.
Vielleicht sehen wir ja eines Tages die Rinder bis zur „Eurobeef“ oder auf den Salon Porte de Versailles wandern. Bis dahin, begnügen wir uns mit der Auslage unseres Metzgers.